Pro Cane Team des Monats: `Wenn es selbst dem Fachmann die Sprache verschlägt…`
- Shirin & Alain Scheidegger

- 2. März
- 3 Min. Lesezeit
Team des Monats März 2026
Leoni & Luki Brunner mit Taro, Kelpie, 3,5-jährig
Leoni berichtete uns, dass sie mit Taro im Alltag grosse Probleme habe, sobald irgendwelche Reize auftauchten. Ein Spaziergänger, ein Fahrradfahrer, ein Auto, ein Geräusch, egal was. Taro reagiere dann jeweils äusserst heftig und würde dabei teilweise auch nach Leoni schnappen. Selbst Fliegen, Lichtreflexe und das Spiel von Schatten konnten den jungen Kelpie aus der Fassung bringen. Als Leoni dann im Zuge der Anamnese ihren Taro aus dem Auto nahm, dachten wir `Ach du liebe Güte! ` Taro eskalierte im gleichen Moment in dem er ausstieg und war durch Leoni kaum noch zu bändigen. Und dies nur, weil auf eine Distanz von rund 25 Metern ein Auto vorbeifuhr. Er bellte, riss an der Leine, stieg auf die Hinterbeine und drehte sich um die eigene Achse. Wir wiesen Leoni an, Taro gleich wieder ins Auto zu laden, denn so machte das keinen Sinn. Selbst im Auto beruhigte sich Taro danach nicht mehr und bellte ohne Unterbruch, auch als keinerlei neue Reize mehr auftauchten. Aufgrund der komplett fehlenden Ansprechbarkeit von Taro (die draussen leider zu keiner Zeit gegeben war), konnte kein sinnvolles Training begonnen werden. So verwiesen wir Leoni an die sehr erfahrene Verhaltenstierärztin Dr. med. vet. Christina Sigrist, mit welcher wir seit Jahren erfolgreich zusammenarbeiten. Wir bleiben natürlich weiter in engem Kontakt und besprachen das weitere Vorgehen, sowie Massnahmen im Alltag, die Taro helfen sollten, ruhiger zu werden. Taro wurde dann mit Medikamenten gut eingestellt und wir konnten, drei Monate später, mit dem Verhaltenstraining beginnen.
Mit unserem bewähren MFK-Konzept gelang es uns, in kleinen Schritten, Taro zu mehr emotionaler Stabilität zu führen. Fokustraining, eine angepasste Gegenkonditionierung und das Laufen an lockerer Leine gehörten dabei mit dazu. Auch wurde ein Kopfhalfter aufgebaut, um Leoni vorübergehend und situativ mehr Sicherheit zu geben, was Taro wiederum dankbar annahm. Liebevolle Konsequenz und die Abgabe von vielerlei Verantwortungen im Alltag führten bei Taro zudem zu immer grösserer Gelassenheit.
Nun sind seit der Anamnese rund 16 Monate vergangen. Fast 1,5 Jahre hat es also gedauert, bis Taro an Hunden, Menschen, Autos und anderen `schlimmen` Dingen im Alltag einfach vorbeilaufen kann ohne darauf zu reagieren. Auch Besuch zu Hause ist nun kein Problem mehr. Die Lebensqualität von Taro und seiner Familie hat sich um 100% verbessert!
Liebe Leoni, lieber Luki
Wir hatten bei der Anamnese tatsächlich unsere Zweifel, ob wir hier ein Happy End erleben würden. Eine junge Familie mit (mittlerweile) 2 kleinen Kindern und dann dieser anspruchsvolle Hund mit seinen intensiven Persönlichkeitsakzentuierungen… Durchhalten hiess die Devise und ihr habt genau das getan. Seid niemals müde geworden und habt jeden noch so kleinen Fortschritt gefeiert! Einfach grossartig und ihr dürft auf euren riesigen Erfolg und auf euren Titel "Pro Cane Team des Monats" von Herzen stolz sein. Wir sind es auf jeden Fall!
Leoni`s & Luki`s Feedback:
Wir waren mit unserem Latein am Ende und haben sogar darüber nachgedacht Taro wegzugeben. Unsere letzte Hoffnung war ProCane und wir wurden nicht enttäuscht.
Alain war in der ersten Stunde ganz schön schockiert und hat das auch nicht schön geredet. Trotzdem hat er uns von Anfang an Hoffnung gegeben und uns bestärkt, dass wir es schaffen können. Die Zusammenarbeit mit der Verhaltenstierärztin und die medikamentöse Behandlung durch seine Kontakte war ein Gamechanger. Alains Anweisungen waren immer sehr klar und kleinschrittig. Man merkt, dass er nicht ausprobiert, sondern genau weiss, was der Hund (bzw. das andere Ende der Leine) braucht. Wir konnten die Übungen immer gut zu Hause durchführen und fühlten uns nicht überfordert. Alain hat die Fähigkeit ganz klare Rückmeldungen zu geben, und dabei immer wohlwollend zu sein. Jede Rückfrage von uns wurde blitzschnell beantwortet. Durch das Training ist unser Alltag sehr viel einfacher geworden, vor allem zu Hause ist Ruhe eingekehrt. Spaziergänge sind nun nicht mehr nur Spiessrutenlauf und wir können unseren Hund auch einfach mal geniessen. Wir sind noch nicht am Ziel unseres Marathons angekommen, aber wir sind überzeugt, dass wir es mit Alains Hilfe noch schaffen werden.
Lieber Alain - Danke, wir fühlen uns toll und professionell begleitet. Wenn wir mal wieder grosse Zweifel haben, erinnerst du uns an die erste (katastrophale) Stunde und was wir seit dann alles schon geschafft haben. Mit eurer Hilfe haben wir nicht nur viel mehr Lebensqualität, sondern auch wieder viel Freude mit unserem Hund. Wir freuen uns schon auf die nächsten Trainings, weiteren Fortschritte und wir würden uns immer wieder für ProCane entscheiden!




