Pro Cane Team des Monats: Reaktivität auf rennende Kinder – wenn die Basis das Problem löst
Team des Monats Oktober 2026
Ivana & Valentin mit Aiden, Grosspudel, 3jährig
Manchmal liegt die Lösung ganz woanders
Ivana und Valentin sind mit ihrem dreijährigen Grosspudel Aiden bei uns keine Unbekannten. Die drei trainieren bereits bei Shirin in der Junghundegruppe und wollten zusätzlich einige Einzelcoachings bei uns machen.
Der Grund dafür war ein sehr konkretes Problem: rennende und schreiende Kinder.
Sobald Aiden Kinder rennen oder laut spielen sah, reagierte er stark darauf, wollte in ihre Richtung und steigerte sich teilweise richtig in die Situation hinein.
Frei nach dem Motto: Wo gerannt wird, muss der Grosspudel offenbar mitreden.
Ivana und Valentin vermuteten, dass Aiden die rennenden und schreienden Kinder massregeln wollte – quasi nach dem Motto: „Was fällt euch eigentlich ein, hier einfach herumzurennen?“
Also Kinder suchen und genau dieses Verhalten trainieren?
Nein.
Denn bevor wir uns auf ein konkretes Problem stürzen, möchten wir zuerst wissen, wie das Fundament aussieht.
Erst einmal zurück zur Basis
Schon eine einfache Übung unter Ablenkung lieferte uns interessante Informationen. Dabei ging es gar nicht primär darum, ob Aiden die Übung beherrscht. Viel spannender war für uns die Frage: Wie kommunizieren Mensch und Hund miteinander – und wie ernst nimmt Aiden die Vorgaben seiner Menschen?
Dabei zeigte sich ziemlich schnell, dass Aiden sich von Ivana noch nicht sonderlich beeindrucken liess, wenn sie eine Vorgabe auch einmal durchsetzen wollte. Man könnte sagen: Vorschläge nahm er gerne entgegen – über deren Umsetzung entschied er aber lieber selbst. 😉
Und genau dort setzten wir an.
Wir beschäftigten uns intensiv mit der Kommunikation zwischen Mensch und Hund, mit Führung, Struktur sowie dem klaren und fairen Setzen von Grenzen. Auch die Leinenführung nahmen wir genauer unter die Lupe.
Aiden reagierte auf diese Veränderungen ausgesprochen gut. Er setzte die neuen Vorgaben sehr schnell um und machte innerhalb kurzer Zeit grosse Fortschritte. Gleichzeitig passten Ivana und Valentin auch im häuslichen Umfeld einige Dinge an und begannen, das Thema Führung konsequent in ihren Alltag zu integrieren.
Und die rennenden Kinder?
Bei unserem letzten Coaching berichteten uns Ivana und Valentin etwas, das uns natürlich ganz besonders gefreut hat:
Das Problem war verschwunden.
Aiden reagiert mittlerweile überhaupt nicht mehr auf rennende oder schreiende Kinder. Selbst wenn Kinder links und rechts an ihm vorbeirennen, lässt ihn das inzwischen völlig kalt.
Und das Spannende daran:
Wir haben kein einziges Mal gezielt an seinem Verhalten gegenüber Kindern gearbeitet.
Wir haben uns stattdessen um die Basis gekümmert.
Mehr Führung. Mehr Struktur. Mehr Verbindlichkeit in der Kommunikation. Klare und faire Grenzen. Und damit gleichzeitig mehr Orientierung und Sicherheit für Aiden.
Das hat ausgereicht, damit das ursprüngliche Problem gar keines mehr war.
Nicht immer am Symptom herumdoktern
Manchmal lohnt es sich, einen Schritt zurückzugehen und zuerst das Fundament zu stärken.
Genau deshalb liegt uns dieser Fall besonders am Herzen.
Wenn ein Hund in einer bestimmten Situation problematisches Verhalten zeigt, ist die Versuchung gross, sich sofort genau auf diese Situation zu konzentrieren. Doch manchmal lohnt es sich viel mehr, zunächst einen Schritt zurückzugehen und sich zu fragen:
Wie solide ist eigentlich unsere gemeinsame Basis?
Bei Aiden hat uns die Antwort darauf eindrücklich gezeigt, was möglich ist.
Ivana und Valentin haben unsere Inputs angenommen, konsequent umgesetzt und an den entscheidenden Stellschrauben gearbeitet. Und Aiden? Der kann rennende Kinder inzwischen einfach rennende Kinder sein lassen.
Liebe Ivana, lieber Valentin
Ihr habt in kurzer Zeit eindrücklich gezeigt, was entstehen kann, wenn man bereit ist, nicht nur am sichtbaren Problem zu arbeiten, sondern die eigene Kommunikation und Führung ehrlich unter die Lupe zu nehmen.
Ihr habt unsere Inputs aufgenommen, konsequent in euren Alltag integriert und Aiden damit genau die Klarheit, Struktur und Sicherheit gegeben, die ihm gefehlt hat.
Dass ausgerechnet das Problem, wegen dem ihr ursprünglich zu uns gekommen seid, dadurch ganz nebenbei verschwunden ist, macht eure Geschichte für uns umso schöner.
Bleibt dran – ihr seid gemeinsam auf einem richtig tollen Weg!
Herzliche Gratulation euch drei zum absolut verdienten Pro Cane Team des Monats Oktober 2026!
Alain & Shirin
Ivanas und Valentins Feedback:
Bereits in der Junghundegruppe bei Shirin konnten wir mit unserem nicht wenig impulsiven Aiden substanzielle Fortschritte erzielen. Deshalb lag es für uns nahe, Pro Cane auch gleich fürs Einzelcoaching zu berücksichtigen. Und wir wurden nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil, siehe «Teams des Monats» 😊.
In Alain fanden wir ein nicht bloss äusserst sympathisches und humorvolles Gegenüber, sondern auch einen versierten Coach, der unsere Problemstellung in nur drei Lektionen einer Lösung zuführte und uns darüber hinaus noch half, unsere Beziehung zu Aiden ganz grundsätzlich zu verbessern und vertiefen.
Wir schätzen an Alain vor allem zwei Eigenschaften: Erstens ist er gegenüber Mensch und Hund unfassbar aufmerksam, ihm entgeht wirklich nichts. Und zweitens hat er das seltene Talent, Kritik zwar direkt und unverblümt, zugleich aber stets nachvollziehbar, wertschätzend, konstruktiv und mit einer Portion Humor zu formulieren.
Fünf von fünf Sternen und bedingungslose Weiterempfehlung.





